Griechenland/ Halkidiki Oktober 2016

Portes Beach Hotel

Unser vorerst letzter Urlaub zu zweit

Die Anreise zum Flughafen:

Entgegen unserer vorher getroffenen Entscheidung den Zug zum Flug in Anspruch zu nehmen, machten wir uns per Auto um 02:00 Uhr auf den Weg nach Düsseldorf. Die Fahrt verlief ruhig und gegen 3:00 Uhr kamen wir am gebuchten Parkplatz an. Dieser lag allerdings an einem Bahnhof, der nur spärlich beleuchtet war und somit einen Hauch von Halloween schon Anfang Oktober versprühte.

Wir blieben sicherheitshalber im Fahrzeug sitzen und riefen die Hotline der Parkplatzvermietung an. Eine nette Dame informierte uns, dass sich der Shuttleservice bereits auf den Weg gemacht hat und gleich eintrifft.

Während des Gespräches tauchte plötzlich ein vollbärtiger, finster drein blickender Herr auf, dessen Stoffbeutel in der linken Hand eine gewisse Anspannung in uns aufkommen lies. Das Fenster nur ein kleines Stück hinunter gefahren, begann er mit gebrochenem deutsch Fragen zu stellen (ohne sich vorzustellen oder ähnliches).

Als dann ein rostiger Bulli heranfuhr, indem zwei ebenfalls wenig vielversprechende "Gestalten" saßen, mussten wir uns notgedrungen zum Fahrer begeben. Seine ersten Worte waren "Name?" Darauf folgte ein "Ey, ihr dürft nicht einfach parken!".

Den Mann auf seinen Ton hingewiesen und zur Identifikation nur einen Teil des Nachnamens genannt, konnten wir schlussendlich einsteigen und es ging zum Flughafen.

Hier stiegen wir nach einigen Minuten wieder aus, nachdem die drei Herren 5 Minuten benötigten, um die Tür zu entriegeln, und hofften unser Fahrzeug ohne Mängel wieder entgegen nehmen zu können. 

 

Der Flug:

Gewohnt und der guten Übersichtlichkeit dankend, kamen wir schnell am Check-In an und durchliefen die üblichen Sicherheitsprüfungen. (Ausweis, legales Fummeln, Ausweis, Gate)

 

In den Mikrokosmos eines Tourifluges eingetaucht, überstanden wir die Kuscheleinheiten im Miniflieger und freuten uns nach einer weiteren Stunde Busfahrt - der wie gewohnt mit unglaublicher Klimatechnologie ausgestattet war - an unserem Hotel angekommen zu sein. 

 

Das Hotel:

Erstklassige Zimmer in renommierter 4 Sterne Umgebung und laut vielen Bewertungen traumhaftes Essen, lockten uns in das Hotel.

Dort angekommen, stellten wir jedoch fest, dass es sich um ein absolutes Luftschloss handelte, welches allemal 3 Sterne auf Ägyptischen Niveau verdiente.

Empfangen wurden wir von einer so "freundlichen" deutschsprachigen Dame, welche unsere Laune deutlich zum Tiefpunkt bewegte.

Erst einmal gab es für uns die Info, dass wir doch ein economy Zimmer gebucht hätten, womit Wünsche, selbst bei der aktuellen Auslastung von geschätzten 40%, absolut indiskutabel wären.

Ok...

Wir warteten also eine Stunde, bis unser Zimmer endlich bezugsfertig war, doch der Fahrstuhl brachte uns ebenso schnell nach oben wie wieder zurück zur Rezeption. In diesem Zimmer hätte sich selbst das anspruchsloseste Kapuzineräffchen nicht wohl gefühlt.

Nach einer kurzen Diskussion und einem Telefonat mit der Direktion, wurde uns dann ein neuer Zimmerschlüssel sprichwörtlich vor die Füße geworfen und wir machten uns auf den Weg zum Bungalow.

Das neue Zimmer kam zwar einem Keller gleich, doch war verhältnismäßig modern eingerichtet. Was meinem Mann allerdings sofort auffiel waren die unglaublich vielen Mücken im Zimmer. Ich wäre wahrscheinlich so eingeschlafen und am nächsten Morgen als wandelnder Streuselkuchen beugt worden.

(Die Begaffung einer Schwangeren im Urlaub, was hier wohl eher eine Ufolandung gleichkam, ignorieren wir dabei mal)

So machte sich  mein Schatz noch an die Entfernung jeder einzelnen Mücke. Er nutzte dazu meinen weißen Schuh, welcher nun alle existierenden Blutgruppen auf meiner Sohle vereinte.

Die Anlage an sich war jedoch ganz schön.

Das Essen:

Wer gerne Olivenöl isst, trinkt und als Kur auf seine Zunge gießt, würde hier sehr glücklich werden. Wir waren zuvor erst einmal in Griechenland, doch an die Jagd nach der goldenen Olive hätten wir uns sicher erinnert.

Wie dem auch sei, wir arrangierten uns mit einzelnen Lebensmitteln (Wassermelone, Brot, Salat).

Da ich als Schwangere damit allerdings nicht auskam, musste ich mich wohl oder übel auch an die Nudeln in Olivenöl mit Olivenöl, und ab und zu auch an die Pommes, die erstaunlicherweise, gegen alle anderen Gerichte fast Ölfrei wirkten, rantasten. (Ich muss dazu sagen, ich esse so selten Pommes o.Ä. wie Kaptain Blaubär die Wahrheit erzählt!)

Das dankte mir mein Magen dann allerdings ziemlich schnell mit einem Date, das ich nur noch aus den ersten 12 SSW kannte. 

Nachdem sich mein Magen dann eine Nacht lang völlig entleert hatte, bat ich die Kellnerin am nächsten Morgen um eine Banane (diese bekam man nur bei Magenbeschwerden). 

Es stellte sich allerdings ziemlich schnell raus, dass ich hier nicht die Einzige mit Magenproblemen war *hust*.

Brötchen, stilles Wasser und Kamillentee
Schonkost

 

Das Highlight:

Unser Zimmer roch schon von beginn an etwas feucht, jedoch schob ich es auf den Regen und die fehlende Lüftungsmöglichkeit. 

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste war, dass unser Zimmer einen integrierten Pool und den Namen Atlantis Zimmer mehr als verdient hatte.

Während mein Mann sich etwas ausruhte und dabei Musik hörte, sprang ich schnell unter die Dusche und genoss das endlich warme Wasser. (Das Tat nach dem Date mit der Toilette ja einfach so gut!)

Nach nicht einmal 10 Minuten schob ich den Vorhang zu Seite und war sichtlich irritiert über mein Duschverhalten. Wie konnte nur soviel Wasser daneben gelaufen sein?! Ich hatte den Vorhang doch sogar extra in die Wanne gehangen. Als ich aus der Wanne stieg (Als Schwangere sieht das ganze nicht ganz so elegant aus und war auch mehr als rutschig) erschrak ich über die Wassermasse, denn es waren mindestens 5 cm!!!

Erschrocken rief ich meinen Mann zu Hilfe, der schon dachte es wäre Gott-weiß-was passiert. Als er aus dem Bett aufsprang, hörte ich nur ein "Ihhh Wasser..." Was? bis dahin war das Wasser gelaufen? Das konnte ich nicht gewesen sein. Als ich dann zurück zur Badewanne blickte sah ich es auch, vor der Wanne war alles trocken, man was war ich erleichtert, doch woher kam das Wasser???  

Da erblickte ich den Gulli in der Mitte des Badezimmers. 

Schnell zog ich mich notdürftig an und meldet den Vorfall der Rezeption. In kürzester Zeit kamen dann auch die Handwerker (Das war wirklich lobenswert an dem Hotel) und pumpten den Gulli frei. In der Zwischenzeit wurden wir informiert, dass das Zimmer nun trockengelegt werden würde und dan alles wieder in Ordnung sei, doch ich telefonierte schon wieder mit der Rezeption und bestand auf ein neues Zimmer. Die nette Dame wies mich darauf hin, dass das Hotel ausgebucht sei (Ja Klar :D).

Zwei Minuten später rief sie allerdings an und teilte uns mit, das wir nun eine Suite bekämen.

Wir hätten bestimmt den Weltrekord im Kofferpacken aufgestellt, denn innerhalb von 2 Minuten schmissen wir all unser Hab und Gut in die Taschen, verabschiedeten uns von unserem Zimmer und zogen für die letzten 2 Tage in die Suite. 

Hotel Fazit:

Portes Beach war eine völlige Enttäuschung und sorgt wohl dafür, dass wir zukünftig andere Länder bevorzugen. Gerade in Sachen Freundlichkeit und einfacher Zimmerhygiene muss dieses Hotel definitiv noch viele Schritte vorwärts unternehmen.

 

Allgemeines Fazit:

Trotz allen Umständen haben wir die Zweisamkeit genossen und uns selbst an den Regentagen zum Lachen gebracht. Rückblickend würde ich allerdings schwanger nicht mehr eine Flugreise antreten. Selbst als Flugerfahrene muss ich zugeben, dass ich mich überschätzt habe und die 2 Stunden 20 Minuten Flug eine Qual waren. Auch das Liegen am Pool oder Meer war nicht so entspannt und ich fühlte mich einfach nicht so wohl und konnte dadurch auch nicht so relaxen, wie ich es sonst im Urlaub kann. Dazu kamen natürlich auch die Umstände, doch es lag auch an meinem Allgemeinen Wohlbefinden. 

Impressionen vom Strandspaziergang, dem Nachbarhotel Istion Club & Spa und mir :D

Wenn ihr noch weitere Fragen zu unserem Urlaub habt, dann hinterlasst doch einfach ein Kommentar.

Bis Bald

 

Vivi

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