Geburtsbericht

Von r0minamina

Geburt im Oktober 2014

Lange habe ich mich auf die Geburt meines ersten Kindes vorbereitet. Ich hatte im Kopf meine Vorstellung davon, wie dieser Tag aussehen soll. Ich will auf einem Petsiball sitzend und an dem Tuch hängend die Wehen aushalten, um dann auf einem Gebärhocker meinen Sohn zur Welt zu bringen! -ich hoffte auf die Schwerkraft ☺️- aber es sollte alles anders kommen, als es in meinem Kopf gepuzzelt war.

 

Der Tag der Tage begann unverhofft 2 Wochen vor dem errechneten Termin und nachts um 2:00 musste ich ganz doll Pipi machen.. Ich watschelte als Wal Richtung Bad und erledigte mein Geschäft ... Am Bett angekommen, merkte ich wieder Tröpfchen in der Buchse ... Ach her je.. Jetzt ist es soweit. Ich bin inkontinent geworden 🙄..

Na machste nichts. Always oder tena Lady ziehen wohl überall mal ein. Ich legte mich wieder hin. 

 

Kurze Zeit später merkte ich, wie ich mir quasi in die Hose gepinkelt habe und da erst raffte ich, dass es ja die Fruchtblase sein könnte.

 

Ganz aufgescheucht tippte ich meinen Mann an... Hey... Hey... HEYYY... Ich glaub meine Fruchtblase ist geplatzt ... Mein Mann:,, echt? Und? Sofort los? Jetzt? "

 

,,Ja ich denke schon oder? Mach das ja auch zum ersten Mal… Lass uns mal fahren."

 

Mit einem Handtuch im Schritt lief ich aus dem Haus Richtung Auto und meine Sorge das Auto zu versauen war groß.

 

Ich stopfte mir schnell ein zweites unter den Arm und dann ging die Fahrt los.

Mein Mann fuhr um 3:30 seelenruhig in der 30 Zone 30 kmh. Nach einer Sekunde Ruhe von mir kam dann schnell das gehetzte treiben...,, Mach schon... Also nachts kannste ja auch mal auf die Tube drücken... Hau rein da.... " Und so rasten wir Richtung Krankenhaus, als würde der Kopf schon rausgucken 🙈, dabei entleerte sich nur das liebe Wasser in meinem Schritt. Schön warm und bei jedem Huckel auf der Straße schwallartig. --Quietsch-- Wir sind am Krankenhaus angekommen.

 

Die Hebamme nahm uns auf und meinte:,, Tjahaaa das kann dauern. Nach Blasensprung kann der Weheneintritt bis zu 24h dauern."

Mit dem Gedanken, dass ich noch Zeit habe, wurde ich aufs Zimmer verlegt und harrte die Dinge aus. Es sollte jedoch anders kommen, als die Hebamme prophezeite.

 

Da lag ich um Ca. 4:00 auf dem Zimmer mit noch einer frisch gebackenen Mama und plötzlich hatte ich so ein Unwohlsein.

Es fühlte sich stark danach an... Dass …. Ja dass ich aufs Klo musste🙈, kein Pipi versteht sich...! Auf dem Klo und wieder zurück und wieder hin und wieder ins Bett und durchs Zimmer und wieder zum Klo, dachte ich mir ... Hm 🤔 und ich dachte ich müsste. 

 

Um 7:30 kam mein Mann und wir zwei watschelten zum Kreißsaal zwecks ctg. Der Hebamme teilte ich mit, dass es schon ein wenig zieht und das es bestimmt nicht mal losgegangen ist... Wie sollten die Wehen denn werden? Bestimmt bin ich eine Memme? Die Hebamme empfing mich mit einem Lächeln und untersuchte mich erstmal.

7 cm ist der Muttermund offen, Glückwunsch sagte sie. Mein Blick 😳😳😳😳 wie?? Und ich dachte ich muss aufs Klo… Das waren Wehen??? Krass... Und jetzt? Bekomm ich was gegen die Schmerzen, bevor es richtig losgeht? Meine Hebamme fragte, was wünschen sie denn? Ich gebe Ihnen erstmal was Leichtes über die Vene und dann evtl. eine pda?

Überlegen Sie es sich... Da ich wie ein Käfer auf dem Rücken lag und bei jeder Bewegung die Übelkeit hochstieg, entschied ich mich für die Käferstellung ohne mich zu bewegen! PdA? Ich beweg mich nicht mehr.... Ich will keine ... Ich mache es so....

 

Und auf einmal drückte etwas in meinem Becken um Ca. 9:30 und ich dachte ... So...jetzt bricht mein Darm, mein Becken und einfach alles durch.

Wann weiß ich, dass ich pressen muss?, fragte ich die Hebamme. Sie lächelte nur und antwortete: ,,Das merkst du, glaub mir. Das merkst du." Und es war nicht ganz ausgesprochen drückte es so derbe nach unten und in meinen Rücken, dass ich einen kurzen schmerzfieps los lassen musste. Mein Mann war sichtlich erschrocken über die doch vorhandenen Schmerzen ... Nicht so, als hätte ich nie welche gehabt. Ich kann halt nur gut innehalten. Aber dieser Druck war so heftig, dass meinem Mann währenddessen die Tränen in die Augen schossen.

 

Ich habe das nur so in Trance mitbekommen, denn schon hieß es.. Romina.. Pressen .. Bei der nächsten Wehe pressen ... Wie?, schrie ich , wie? Einfach nach unten drücken... Tjahaaa. Die sind ja lustig hier. Einfach drücken. Und schon kam der Druck wieder und man konnte echt nichts anders, als pressen! Da entschied ich mich, meinen Körper einfach machen zu lassen. Der schafft das schon. Das ist so programmiert, seit es Menschen gibt! Ich schaff das💪🏻... Ein Bein bei meiner Hebamme im Bauch, das andere bei der Studentin und gegenüber von mir der Doc und gib ihm... Pressen, pressen und nach 8-9 Presswehen war er da... Mein Sohn...Mein erstes Kind... Meine große Liebe.

 

Ich muss euch Mamas nicht erklären, dass dieser Moment von Feenstaub überzogen ist und es im Ohr ,,Halleluja Halleluja " schallt. Denn dieser Moment ist wahrlich der beste in einem Leben! Ich schaute ihn an und war der glücklichste Mensch neben meinem Mann. Er hat immer noch geweint und konnte diesen Moment gar nicht fassen! So schnell ging es alles.

 

Wir freuen uns wirklich sehr auf das zweite Wunder im Januar und es war schön, noch mal in die Vergangenheit zu schauen! 

Mit viel Humor hat r0minamin noch einmal die Geburt ihres Sohnes Revue passieren lassen. Ich wünsche dir, dass deine zweite Geburt auch so gut verläuft und wer weiß, vielleicht gibt es darüber ja auch noch einen Bericht :)

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