Geburtsbericht

Von _phanthesiii_

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll😄 Am Donnerstag den 19.2 verspürte ich schon den ganzen Morgen immer mal ein ganz leichtes ziehen im Unterleib, dachte mir aber nichts weiter dabei, weil ich an diesem Tag eh zur Einleitung (da ich über dem Termin war) ins Kh sollte. Mein Mann und ich sind aber trotzdem noch ein wenig spazieren gegangen und das ziehen wurde nach und nach auch etwas kräftiger aber immer noch nicht wirklich erwähnenswert.

 

Im Laufe des Tages wurde ich dann immer aufgeregter aber freudig darauf was am Abend passieren würde. Um 18 Uhr waren wir dann im Kh und ich wurde gleich ans Ctg angeschlossen, es war alles in Ordnung aber keine Wehen in Sicht. Ich gab nochmal Urin ab und die Hebamme dort kontrollierte den Muttermund, der war ca 2 cm offen, also schon mal ein gutes Zeichen für die Einleitung.😊

 

Danach ging ich auf die Wöchnerinnenstation wo ich ein Zimmer bekam, füllte dort ein paar Unterlagen aus und um 20 Uhr gingen wir dann wieder in den Kreißsaal. Dort angekommen, ging es wieder ans Ctg und ich bekam die erste Tablette, 😄 bis dahin hatte ich schon wie im Laufe des Tages immer mal ein leichtes ziehen im Unterleib. So ca. anderthalb Stunden nach der Tablette merkte ich auch das das ziehen etwas stärker wurde, mein Mann und ich fragten dann die Hebamme ob er nachhause fahren könnte oder ob sie glauben, dass es jeden Moment losgehen könnte. Sie meinten aber, dass es bestimmt noch etwas dauern würde und die Hebamme vom Spätdienst sagte, na wir sehen uns dann morgen zum Spätdienst wieder. 😄😄

 

Also fuhr mein Mann dann erst zu einem Kumpel, weil er sehr aufgeregt war und im Anschluss dann nachhause und legte sich ins Bett. In der Zwischenzeit merkte ich, dass die Wehen immer stärker wurden und auch regelmäßiger kamen. Ich fing auch schon an, die Wehen zu veratmen. Um 0 Uhr bin ich dann wieder zur Kontrolle zum Ctg gegangen und bekam zwei weitere Tabletten. Eine Stunde war ich am Ctg und bekam zwischenzeitlich eine Infusion mit Flüssigkeit da ich irgendwie nicht zum Trinken kam 😄 es war aber immer alles in Ordnung.

 

Für den weg vom Kreißsaal bis zum Zimmer brauchte ich so 5-10 min, obwohl es ein Weg von nicht mal einer Minute war.😄 Im Zimmer angekommen, machte ich mich Bettfertig in der Hoffnung etwas schlaf zu bekommen. Tja Pustekuchen, ich döste vielleicht nur immer mal in den Wehenpausen weg, das wars aber auch. Durch den blöden Zugang konnte ich mich auch nicht so hinlegen wie ich wollte und die Nacht war dementsprechend bescheiden. Ich ging mindestens dreimal aufs Klo und hielt mich da auch gefühlte Ewigkeiten auf. Die Wehen wurden stärker, kamen regelmäßig und auch in immer kürzeren Abständen. Da alles dunkel war und ich auch nicht auf die Uhr schaute, verflog die Nacht für mich. Die Wehen waren schon sehr Schmerzhaft und ab und zu krümmte ich mich auch vor Schmerz, aber ich dachte trotzdem positiv.😄

 

Um fünf bin ich wieder zum Ctg geschlichen 😄 Ich sagte den Hebammen (eine davon war Schülerin), wie es sich mit den Wehen verhielt und sie kontrollierten einmal den Muttermund. Dieser war zu dem Zeitpunkt bei ca. 5-6 cm. Also brauchte ich auch keine Tabletten mehr, drei hätte ich bekommen sollen, 😥 da ich immer noch nicht viel getrunken hatte, bekam ich noch eine Infusion und wurde gefragt ob ich denn etwas gegen die Schmerzen haben wollte(Zäpfchen), aber ich verneinte, da ich der Meinung war es ginge auch so😄 Die Hebammenschülerin meinte dann auch, dass ich meinen Mann so langsam anrufen konnte, wie Gedankenübertragung war das, denn er hatte mir schon bei WhatsApp geschrieben ob alles gut wäre. 😄

 

Während dem Anruf bekam ich eine Wehe die ich mittlerweile auch schon weggetönt hatte 😄 und somit nicht mehr antworten konnte 😄 er meinte nur ganz aufgeregt "ok ich komme sofort" 😀 so kurz vor sechs war er dann auch da und Schichtwechsel stand an. Den Frühdienst kannte ich schon, da sie mit mir das Vorgespräch einige Wochen vorher führte. 😄

 

So kurz nach sechs kam der Nacht- und Frühdienst rein zum Verabschieden und vorstellen. Und prompt, als die Tür aufging, platzte meine Fruchtblase 😄, da ich noch eine Hose und Unterhose anhatte, half mir mein Mann beim Ausziehen und ich ging vom normalen Bett aufs Kreißbett. Die Wehen wurden etwas stärker, aber Schmerzmittel wollte ich nicht...

 

So gegen halb sieben fragten sie mich was ich gern machen möchte, ob ich laufen will oder in die Wanne möchte. Da ich eine Wassergeburt wollte entschied ich mich für die Wanne. Ein paar Minuten später meinte ich dann, dass ich das Gefühl hätte pressen zu müssen. Die Hebammenschülerin, die an mir ihr Probeexamen durchführte, kontrollierte den Muttermund und meinte er sei jetzt bei 10 cm. Also Vollgas 😄

 

Die Wanne war fast fertig und ich ging nochmal zur Toilette wo ich natürlich gleich eine Presswehe hatte und die Schülerin ein leicht panisches Gesicht machte 😄 (laut meinem Mann) ich nahm das alles nicht so für voll😂. Nachdem ich auf Toilette war, ging ich in die Wanne und merkte gleich wie gut das tat. Dann hatte ich noch ein paar Presswehen, der Kopf wollte nur nicht so recht durchs Becken, also musste ich noch mehr mitdrücken und alles geben.

 

Die Presswehen waren an sich nicht schmerzhaft, aber unten rum spannte es sehr und brannte beim Pressen. Als der Kopf dann da war ging alles ganz schnell und unser süßer Prinz war innerhalb einer Presswehe um 7:17 Uhr da. 😍

 

Ich holte ihn selber zu mir, er stützte sich ab und riss die Augen auf. Man muss ja auch erst mal gucken was das jetzt alles soll und was das für komische Leute sind😀😄 geschrien hat er eigentlich nicht, nur laut Luft geholt und ein paar niedliche Geräusche von sich gegeben.

 

Als er da war, war alles andere vergessen und trotz Dammriss war es eine wunderschöne Geburt und ich würde alles wieder so machen. Wir waren überglücklich, mir ging es prima, ihm ging es blendend und somit konnten wir vier Stunden später nachhause fahren. ❤😍

 

Das war das Beste was wir machen konnten. Zuhause kuschelte mein Mann mit unserem Prinzen und ich schlief erstmal ein bisschen. Danach wurde noch viel mehr gekuschelt ❤ 

Der wunderbare Bericht einer ambulanten Geburt in der Wanne. Ich hoffe ihr kuschelt noch immer ganz viel und wünsche euch Glück und Zufriedenheit für euren weiteren Weg als Familie.

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Kommentare: 1
  • #1

    Franziska (Montag, 12 September 2016 15:15)

    Deine Geburt klingt ganz wunderbar. Ich hoffe sehr, das es bei mir ähnlich abläuft :)