Geburtsbericht

Von Nina Lahm (lahmnina_89)

Geburt am 05.05.2013

Unser eigentlicher ET sollte der 22.04.2013 sein EIGENTLICH, aber unsere kleine Maus dachte nicht daran an diesem Tag das Licht der Welt zu erblicken. Also mussten wir, mein Mann und meine Mama, abwechselnd mich in die Klinik Kutschen (Kutscher mein lieber Kutscher), da mich niemand mehr fahren lassen wollte. So hieß es alle 2 Tage zur Kontrolle und siehe da nichts.

 

Also beschlossen die Ärzte, dass sie der Maus noch 10 Tage geben, bevor sie anfangen einzuleiten. Wir hofften und hofften aber nichts passierte.... Am Abend vor dem nächsten Termin in der Klinik (und somit auch der Einleitungstag) saßen mein Mann und ich auf der Couch. Und wie es der Zufall so will kam auf RTL 2 Teenie Mütter und die schrien vor Schmerzen und alles Mögliche und ich dreh mich zu meinem Mann um und meinte tja das Kind bleibt dann wohl drin. 😂 Naja half ja alles nichts also fuhren wir am nächsten Tag in die Klinik und wurden da auch gleich stationär aufgenommen.

Die diensthabende Hebamme war so lieb und hat uns alles nochmal erklärt, wie sie jetzt weiter handeln würden...

 

Ich wurde von einem ganz lieben Arzt untersucht der irgendwie den nennen wir es mal Fehler gemacht hatte (was wir zu der Zeit noch nicht wussten) unsere Maus auf 52cm und 3200g zu schätzen soweit so gut also ordnete der nette Onkel Doktor an, dass wir mit Gel anfangen. Also bekam ich das Gel und musste laufen und laufen und laufen und laufen und nach 2 Stunden ans CTG. Wehen waren da MM noch nicht wirklich zufriedenstellend auf, nun gut und so verging der erste Tag mit Gel und der Wanderung durch Wald und Wiesen und Krankenhaus Flure und es passierte nichts....

 

Also kam der 2 Tag. Dieses Mal wurden Vaginaltabletten verabreicht und der Spaß ging von vorne los laufen CTG und wieder passierte, richtig NICHTS.

 

Dann kam Tag 3 und es wurde entschieden mich an den Wehentropf zu hängen, also machten wir auch das einen 3/4 Tag mit. Mein Mann hatte schon Blasen vom vielen Laufen an den Füßen, aber da musste auch er durch. Also gingen wir am Abend, um auf meine Eltern zu warten runter in den Wartebereich nach draußen. Ich machte den Fehler und setzte mich auf die etwas kalte Bank und meine Eltern kamen auch direkt, als ich zu meinem Mann sagte ich glaub es geht los und er meinte, nö nö die kommen ja erst und ich meinte nur, NEIN ES GEHT HIER LOS. 😂

 

Er schaute mich ganz verdutzt an und meinte ohje, also gingen wir wieder nach oben (jeder weiß wie es ist mit Wehen zu laufen, also läuft)

 

Ich muss dazu sagen da es meiner Mama ihr größter Wunsch war neben meinem Mann die Kleine als erstes auf der Welt willkommen zu heißen, haben wir ihr zu Weihnachten einen Kreißsaal Gutschein Geschenk, sprich sie darf mit meinem Mann mit, also hat es sich gerade gut getroffen, dass es losging

 

(Mein Papa saß draußen mit seinem Picknickkorb und der Kanne Kaffee und wartete)

 

Also ging es dann jetzt wirklich los die Hebamme untersuchte mich und der MM war schon zufriedenstellend geöffnet um 22:20 Uhr platzte dann auch endlich die Fruchtblase, also gab es gute Fortschritte. Die Schmerzen gingen auch noch so einigermaßen, allerdings war ich von den letzten Tagen so ausgelaugt, dass die Hebamme mit empfiehl eine PDA legen zu lassen, das ich für die Geburt selbst noch etwas Kraft aufbringen kann und so stimmte ich zu.

 

Um halb 12 kam die, die sie mir legen sollte. Sie fuhren mich weg und ich hatte noch nie so angst alleine zu sein ohne meinen Mann (ich hatte vor der Geburt selbst keine Angst nur vor PDA und der Braunüle). Sie musste die PDA 2 mal stechen, da sie beim ersten Mal nicht durchkam. Das war die Hölle, aber machbar. So bekam ich dann endlich etwas Erlösung und konnte sogar zwischen all den Untersuchungen und „das Köpfchen kann ich schon fühlen“ und“ Boah hat die Maus Haare“, etwas schlafen.

 

Dann kam der Punkt, an dem die Hebamme mein Mann und meine Mama stutzig wurden ich fragte was los sei und die Hebamme meinte sie müsse die Ärztin dazu holen, irgendwas stimmte nicht und prompt stieg Panik in mir auf, was war mit meinem Baby? Was ist los? (es war mittlerweile 5 Uhr morgens) Die Ärztin kam, untersuchte mich und meinte in einem Ton, den eine werdende Mutter in einer Panik Situation, bei kompletter Unwissenheit, nicht hören will: Tja auf normalem weg geht das hier aber nicht entweder sie stimmen einem Kaiserschnitt zu oder das Kind stirbt.

 

Also was haben wir geistesgegenwärtig gemacht? Angefangen wie ein Schlosshund zu weinen. Mein Mann meine Mama und ich saßen da und weinten einfach nur. Die Ärztin war weiter sehr nett und meinte dann: ob wir immer so entscheidungsfreudig wären, es gäbe ja jetzt kein Grund hier so los zu heulen, das wäre eine ganz normale Sache. Natürlich war es eine normale Sache und es war auch gar keine Frage was ich machen würde, aber diese Wortwahl machte mir sehr zu schaffen.

 

Also stimmten wir schnell zu. Ich wurde für den OP vorbereitet und mein Mann musste einen Zettel unterschreiben, dass wenn er umkippen würde er auf die Seite gefegt wird!

 

Nun fuhren sie mich in den OP und dann ging alles ganz schnell. Die Ärzte bereiteten sich vor und dann gings auch schon los. Ich merkte wie ich durch die Bewegungen wackelte und dann hörte ich sie, den ersten Schrei meines Babys, meiner Maus.

 

Diesen Schrei vergisst man nicht. Ein wundervolles, atemberaubendes Gefühl die kleine Maus zu sehen.

 

Die Hebamme kam mit diesem kleinen Bündel Mensch zu uns und meinte „Jetzt habt ihr es geschafft.“

Mein Mann und meine Hebamme gingen mit dem kleinen Wunder vor, um die erste Untersuchung zu machen.

Ich wurde zugenäht und durfte nun zu meiner kleinen Familie.

 

Unsere Maus kam am 05.05.2013 um 05:58 Uhr mit 4220g56cm und einem KU von 36,5cm zur Welt.❤❤❤❤ 

Danke für deinen sehr beeindruckenden Bericht, der zeigt, wie schnell sich der Verlauf einer Geburt ändern kann. Ich freue mich, dass ihr alle wohlauf seit und jetzt die Zeit als kleine Familie genießt. 

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