Geburtsbericht

Emilia

Geburt am 31. 08. 2016

Aufgrund einer Plazenta Insuffizienz wurde ich genau am ET den 30.08.16 eingeleitet. Ich habe immer gehofft, dass unser Mädchen vor der Einleitung kommen würde aber da lag ich wohl etwas falsch.

Ich bin relativ früh zum nahe gelegene Krankenhaus gefahren, da niemand genau eine Uhrzeit sagte, war es mir bzw. uns überlassen wann wir am besten hinfahren. Ich sagte gleich direkt zu mir pünktlich um 8 Uhr möchte ich da sein (die Nacht vor lauter Aufregung kein Auge zu gemacht).

Tja da habe ich leider die Rechnung ohne den Bus Fahrer gemacht, weil er hielt nicht da an wo wir eigentlich aussteigen wollten, so mussten wir notgedrungen bis zum Endpunkt fahren und von dort aus zu unserem gewünschten Ziel zu kommen. Ca. 1 Stunde später, als ursprünglich geplant, sind wir dann angekommen. Meine Aufregung wurde immer mehr. Nach dem wir dann am Kreißsaal angekommen waren gab ich der Hebamme die Information, dass wir kommen aufgrund von Einleitung.

Daraufhin brachte die Hebamme uns in einen Raum wo das ctg stattfinden würde, danach hieß es Ultraschall Blutabnahme…

Ctg war bis dahin unauffällig bei der Ultraschall Kontrolle stellte die Ärztin fest, dass die Kleine noch auf dem Stand ist wie vor 3 Wochen bei der Doppler-Untersuchung und meinte, dass es Zeit wird, dass Sie rauskommt.

 

Gesagt getan, die Ärztin erklärte mir noch wie es jetzt abläuft und das ich mich gedulden müsste, da es nicht sofort auf Anhieb klappen würde und sagte mir, dass sie es erstmal mit Tabletten probieren würden.

Nach dem Ultraschall machte ich mir so meine Gedanken und berichtet meinem Freund darüber und hoffte das trotzdem alles gut gehen würde.

 

Danach musste ich ne halbe Stunde warten bis ich ein Bett im Kreißsaal bekam. Nachdem ich mein Bett dann endlich bekam, hieß es Kanüle legen und nach dem Muttermund schauen. (ich fand es sehr ärgerlich, dass der Mann meiner Bettnachbarin drinbleiben durfte und meiner bei ihrer raus musste eine Unverschämtheit!)

Muttermund war bereits 1 cm offen, die Hebamme gab uns zu wissen, dass sie ihrer Meinung nach die Nacht nicht kommen würde…

 

Nach den vielen Fehlersuchen eine Flex Kanüle zu legen, hatte ich dann endlich eine, die eigentlich nur dazu genutzt wurde, um mir Kochsalz Lösung zu geben, aufgrund des zu schnell schlagenden Herzen meiner Tochter, was schon häufig auffiel.

 

Ca. 1 Stunde lief das ctg bis ich um 13:30 Uhr, als ich das erste Stück der Tablette bekam.

Zwischen dieser und der nächsten lag eine seitspanne von ca. 3 Stunden. Weil das Herz zu schnell schlug, musste ich am ctg bleiben. Ich fühlte mich wie ans Bett gefesselt.

Dort merkte ich nicht viel außer ein kleines Ziehen im Bauch zum Rücken hin dachte mir es sei normal.

Naja bevor ich wieder ans ctg musste, zwecks nächster Tablette, bin ich fix runter gegangen mit meinem Freund. Ich brauchte unbedingt etwas frische Luft. 

 

Zwischen 16-16:30 Uhr bekam ich dann das andere Stück, dann wieder ctg, das bisher immer noch unauffällig war um 17:30 gab es dann Abendessen. Danach durfte ich endlich mal für etwas länger raus. Ich bin mit meinen Freund eine große Runde spazieren gegangen in langsamen Schritten, weil ich immer mehr Ziehen im Bauch bekam, wo mein Freund noch meinte „Ach sie wird schon heute nicht mehr bekommen.“

Mein Freund musste an dem Abend leider für die Nacht nach Hause fahren.

 

Gegen 22 Uhr sollte ich dann nochmal zum ctg. Immer noch nichts. Dann bin ich auf die Station, weil ich dann dorthin verlegt wurde und habe versucht zu schlafen. Das tat ich aber nur bis spätestens 00:30.

Dann bekam ich auf einmal Magenkrämpfe, dachte ich zumindest, bin dann aufs Klo, weil die Blase drückte.

Hm immer noch nicht besser, dann wieder ins Zimmer wieder hingelegt. Hm wurde immer schlimmer dachte ich, geh mal wieder auf die Toilette… Durchfall ok dachte ich, daher vielleicht die Schmerzen. Dann bin ich wieder ins Bett, aber mit der Zeit habe ich es ehrlich gesagt nicht mehr ausgehalten und habe geweint vor Schmerzen.

Somit blieb nichts anderes übrig als zu klingeln.

 

Die Schwester, die dann endlich mal kam, meinte ich solle mal rüber gehen zum Kreißsaal. Die Hebamme fragte was los sei, ich schilderte ihr mein Problem, dann hieß es wir machen mal ein ctg. Ich habe mich sowas von allein gefühlt ohne meinen Freund...

Nach einer halben Stunde ctg sagte die Hebamme zu mir, ob ich jemanden hätte, der mir beistehen würde. Sie wusste genau, dass es nicht mehr lange dauern würde.

 

Also musste ich wieder zu meinem Zimmer Dackeln, unter wehen, und meinen Freund anrufen. Der meinte mich weg zu drücken. (sage und schreibe 5×, weil er dachte ich sei sein Wecker)

Nachdem ich ihn endlich erreicht habe, hat er sich fertiggemacht und kam dann mit dem Taxi.

Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, dann bin ich wieder zum Kreißsaal gedackelt und musste auf die Hebamme warten bis sie nach dem Muttermund schaute. In der Zeit war auch endlich mein Freund da. Ich konnte so langsam nicht mehr. Ich wusste nicht welche Stellung, weil ob liegen, sitzen, usw. alles war so beschwerlich. Mein Freund sprach mir dauernd zu er sei da und ich müsste das nicht alleine durchstehen mein Muttermund war schon an die 5 cm offen.

Als sie da schaute platzte auch mit mal meine Fruchtblase, die schon sehr prall war laut ihrer Aussage...(2:45Uhr)

 

Dann fragte sie mich was ich mir wünschte. In meinem Kopf ging nur hervor… mir egal Hauptsache Prinzessin kommt endlich… Darauf bin ich zur Toilette getappelt mit ab und zu Wehenpausen.

Nach dem ich auf der Toilette war, ging es rüber in den Geburtsraum, wo ich mich hinlegen durfte. Auf dem Rücken durfte ich mich leider nur legen wenn sie nach dem MuMu schaute oder es los ging.

Ich wollte unbedingt eine pda, aber dafür war es leider zu spät gewesen, also musste ich ohne jegliche Schmerzmittel klarkommen. Das war gar nicht so einfach, weil sie zwischendurch sehr unangenehm waren. Mir wurde sehr heiß und ich habe nichts mehr so wirklich wahrgenommen. Die Hebamme gab mit immer die Motivation „Sie machen es prima, sie haben es bald geschafft.“

Ich schrie das ich nicht mehr kann und nicht mehr will. Ich habe nur noch geschrien, das linderte meiner Meinung nach ein wenig die Schmerzen, obwohl ich nie schreien wollte...

Was sollen denn nur die Leute von mir denken... Ich habe auch nach Hilfe geschrien, aber die Hebamme kann ja bisher nichts machen, außer schauen wie weit der MuMu ist. Nach ner Zeit war er endlich bei 7 cm. Ab da an war ich wie weg, ich hatte so ein unangenehmen Druck und musste jederzeit drücken. Ich sollte zwischen durch Luft holen, ich tat es aber nicht, ich wollte nur noch drücken...

 

Dann bemerkte ich wie die Ärztin dazu kam und meinte, bei der nächsten Wehe mit zu drücken. Meine Beine waren angewinkelt, an den Hüften der Ärztin und der Hebamme. Mein Freund hielte meinen Kopf und drückte ihn mir auf die Brust.

 

Nach ca. 4 mal pressen war unsere Prinzessin am 31.08 um 4:59 mit 3350g und eine Größe von 49 cm endlich da. Es war ein sehr schönes Gefühl zum ersten Mal sein Kind auf der Brust zu haben.

Mein Freund durchschnitt die Nabelschnur.

Nach einer halben Stunde wurde unsere Tochter untersucht. In der Zeit wurde ich leider genäht… verschulden von der Hebamme...

 

Um 7:30 Uhr waren wir dann endlich auf unserem Zimmer und die Müdigkeit war wie weg... Ich bin so glücklich, dass mein Freund dabei war, er war eine wundervolle Unterstützung.

Leider bekam ich am gleichen Tag noch einen Kreislauf Kollaps in der Dusche, nur weil ich unbedingt duschen gehen wollte. ( Zu viel Blut verloren während der Geburt) 

Danke das du mir deinen Bericht zur Verfügung stellst. Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute. 

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