Geburtsbericht

Von einfach_janine02

Geburt am 28.02. 2013

Et war der 21.02.13, bis dahin tat sich allerdings nix. Also musste ich alle 2 Tage zur Kontrolle.

Am 23.02 sollte ich dann weiter in die Uniklinik, in der ich auch entbinden wollte, da der Verdacht auf Präklampsie bestand.

Dieser wurde aber nicht bestätigt, mein Blutdruck der immer ein Problem ist und war, hatte einfach enorme Höhen erreicht.

 

In der Nacht dann begannen gegen 1:30 Uhr Wehen, schon ziemlich heftig und ich begann zu hoffen.

Nach einer Stunde war allerdings wieder alles vorbei.

Das gleiche Spiel folgte 2 Nächte später noch einmal und wieder war nach einer Stunde alles vorbei.

 

Am 25.02 wurde in der Klinik entschieden, dass aufgrund des Blutdrucks am 28.02 spätestens eingeleitet wird, da hatte ich mächtig Respekt vor, da man ja einiges von Einleitungen hört.

 

Am 28.02 um 4:30 Uhr wurde ich wach und fühlte direkt: Wehen! Hoffnung kam auf, dass wir das ohne Einleitung hinbekommen würden.

Um "sicher" zu gehen ging ich in die Wanne, und juhuuu, die Wehen wurden stärker.

Ich ließ meinen Freund noch schlafen. Aber um halb acht weckte ich ihn doch, da ich unsicher war, wann der perfekte Zeitpunkt für die Klinik war.

 

Da sie nur 5 min mit dem Auto entfernt liegt, waren wir um kurz nach acht da und ich stellte mich mit den Worten im Kreißsaal vor: die Einleitung können wir uns sparen, chaka.

Dann wurde erstmal ein ctg geschrieben und danach entschieden, das die Geburt definitiv losgeht, aber ich erstmal die Anmeldung oben auf der Station erledigen könne und dann schon mal ins Zimmer ziehen kann.

Ok, wenn die Schmerzen unaushaltbar wären, sollte ich wieder runter in den Kreißsaal kommen. Das zog sich dann bis 12:30 Uhr hin, mittlerweile war meine Mutter gekommen, die ich bei der Geburt neben meinem Freund dabeihaben wollte.

 

Um ca. 12:30 Uhr waren die Schmerzen aber so extrem, dass ich runter wollte.

Zwischenzeitlich dachte ich, ich würde mein Kind im Aufzug oder im Flur bekommen, aber haha, so schnell dann doch nicht.

Im Kreißsaal angekommen wurde wieder ein ctg gemacht und man war zufrieden mit der Intensität der Wehen, der mumu war bei ca 2 cm.

 

Inzwischen hatte ich mich auch 2 x übergeben, das passiert mir immer bei extremen Schmerzen.

 

Um ca 14:00 Uhr bat ich um eine PDA, da musste ich aber noch warten. Das veratmen fiel mir unglaublich schwer.

Um 15:00 Uhr war nicht viel passiert und man stellte fest, dass das Köpfchen nicht optimal im Becken liegt, prima.

Ich sollte unter den Wehen einige Beckenübungen machen, um ihr zu helfen, den Kopf richtig rein zu drehen, was für eine Freude, nicht.

 

Das klappte aber und gegen 16:00 Uhr legte man die PDA, funktionierte bei mir aber wohl nicht so richtig und von einer Wirkung hatte ich nix, nachdem 2 Ärzte versuchten die Nadel richtig zu legen, ich glaube aber, ich war auch sehr verkrampft, meine Kraft war ziemlich am Ende.

 

Nun gut, also ohne PDA. Ich merkte immer mehr den Druck am Popo, gutes Zeichen, aber für mich das fast unangenehmste Gefühl bei der Geburt.

Während der Wehen musste ich auch immer etwas zum Drücken haben, sei es die Arme von Mama oder Freund, oder das Tuch das von der Decke hing.

Ich hatte das Gefühl ich würde implodieren, wenn ich diese Kraft nicht anderweitig loswerden könne. Komisches Gefühl.

 

Gegen 17:15 Uhr fing ich an aufzugeben, die Hebammen wollten mich puschen indem sie sagten: man könne schon das Köpfchen fühlen und ob ich mal wollte. Klar wollte ich und wich erschrocken zurück, da es sich so feucht, warm und vor allem so weich angefühlt hat, ich war erschrocken und wunderte mich.

 

Gegen 17:30 Uhr durfte ich anfangen zu pressen, das musste ich erstmal bei 2/3 Wehen üben, da ich immer in den Kopf und nicht nach unten gedrückt hatte.

Schnell merkte man, dass sie nachhelfen mussten und eine Hebammenschülerin (alle Anwesenden waren sehr nett) fing an auf den Bauch zu drücken.

 

Im Vorbereitungskurs sagte man uns damals: wenn es dazu kommt und es schmerzt, dann sagt das, denn dann wird's nicht richtig durchgeführt.

 

Es schmerzte und ich sagte es direkt und man hörte auf und holte eine erfahrene Hebamme, eine zarte Frau von der ich dachte:

Wenn du dich bei ihr festhältst beim Pressen, dann brichst du sie in der Mitte durch!

Passierte natürlich nicht. Und als sie drückte, tat es tatsächlich nicht mehr weh.

 

Am Ende sollte sogar mein 2,08m großer Freund mit schieben und da bekam ich kurzzeitig Sorge er würde mich durchbrechen, passierte natürlich auch nicht.

 

Und endlich, nach 14,5 h kam um 19:03 Uhr am 28.02 unsere Tochter zur Welt. Bei 41+0 mit 52 cm und 3.705 g.

 

Sie hatte 2x die Nabelschnur um den Hals, aber sie erholte sich sofort.

Sie schrie nicht, sie schaute einfach ruhig durch die Gegend und hatte direkt einen Blick der einen ins Innere traf.

Man legte sie mir sofort auf die Brust und just in dem Moment bekam ich ein Hungergefühl, als hätte ich tagelang nix gegessen, gut das meine Mutter mittags beim Bäcker gewesen war.

 

Nach einer halben Stunde wurde unsere Tochter dann untersucht. Währenddessen ging allerdings mein Kreislauf flöten und ich wurde kurz ohnmächtig. Also Tropf angehangen und Apfelsaft getrunken, danach ging's schnell besser.

 

Ich musste noch genäht werden, da ich etwas gerissen bin, aber das war ok.

Gegen 22:00 Uhr sind wir dann ins Zimmer auf die Station gekommen. 

Ein schöner Bericht, wie ich finde.

Viele Grüße an deine Familie und alles Gute für eure Zukunft.

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