Wie ich mich auf die Geburt vorbereite

von A wie Akkupunktur bis Y wie Yoga für Schwangere

Zuerst muss ich mich bei meiner Mama bedanken, die mir beim Thema Geburt nie Angst gemacht hat und immer positiv darüber geredet hat. Dadurch habe ich bis heute eine positive Einstellung zur Geburt. 

Auch mein Mann hat mir vom Beginn der Schwangerschaft immer zur Seite gestanden und mich in Allem unterstützt. Mir vieles abgenommen, mir zugehört, mich bei Ängsten und Sorgen aufgebaut und gemeinsam mit mir Lösungen gesucht.

 

Ich lasse mich weder von schlechten Erfahrungsgeschichten/ Geburtsberichten, noch von angstmachenden Horrorgeschichten/ Geburtsberichten verunsichern.

Ich finde es eher aufbauend, denn irgendwie haben es am Ende alle geschafft.

Hypnobirthing

Zu Beginn der Schwangerschaft habe ich natürlich ganz viel gegooglet, welche Möglichkeiten der Entbindung gibt es, welche alternative Unterstützung kann geboten werden und das wichtigste, was kann ICH tun? 

 

Dabei bin ich auf das tolle Buch "Hypnobirthing" von Marie F. Mongan gestoßen. 

Nein ich bin keine Hippie- Öko- Tante und ich glaube auch nicht an eine schmerzfreie Geburt. Doch ich bin fest davon überzeugt, dass ich meinem Körper und meinem Gefühl vertrauen kann und dass ich das schaffe. 

 

Für mich wichtige Aussagen des Buches:

 

  • Jede Frau kann natürlich und sanft entbinden, solange sie sich nicht in einer Risikosituation befindet. 
  • Der Körper einer Frau weiß instinktiv wie er sich während einer Geburt zu verhalten hat. 
  • Du solltest zwar einen Plan haben, wie du dir die Geburt vorstellst, (Geburtsplan) aber nicht zu starr an ihm festhalten, das führt wieder zu Verkrampfungen.
  • Halte dir immer mehrere Möglichkeiten offen, selbst wenn es zu einem Kaiserschnitt kommen sollte. 

 

Wie reagiert der Körper bei Angst? 

 

Das Vegetative Nervensystem (VNS) besteht aus zwei Teilen. Dem parasympathischen System (PS ) und dem sympathischen System (SS)

Das SS wird ausgelöst wenn wir gestresst, ängstlich oder erschrocken sind, es reagiert sofort mit einer Art Schutzfunktion. Das System reagiert nicht nur auf tatsächliche Bedrohungen, sondern auch auf wahrgenommene, z.B. in diesem Fall der Angst vor der Entbindung.

Der Körper geht in den Kampf-, Flucht- oder Erstarr- Modus.

Die Pupillen erweitern sich, die Herzfrequenz steigt, Die Verdauung wird unterbrochen und das wichtigste, Arterien, die keine überlebenswichtigen Organe versorgen, verschließen sich.

Nun ist der Körper auf Notfälle und gefahren eingestellt und darauf angelegt ihr Leben zu retten. Da für den Körper nun werde Kampf- noch Fluchtmodus infrage kommen, verfällt er in die Erstarrung. Da die Gebärmutter nicht zur Verteidigung dient, wird hier die Blutversorgung minimalisiert. Arterien zur Gebärmutter spannen sich an und verengen sich. Die Zufuhr von Blut und Sauerstoff ist eingeschränkt. Durch diese Einschränkung verengen sich die ringförmigen Muskelfasern, die längsverlaufenden versuchen jedoch weiter zu arbeiten. Durch dieses gegeneinander Arbeiten der Muskeln entstehen starke Schmerzen bei der Gebärenden. Dies hat auch Folgen für das Kind, da es durch die Muskeln gegen einen geschlossenen Muttermund gepresst wird, so wird der Geburtsverlauf verlangsamt oder es kann sogar zum Stillstand kommen. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum kann es sogar zu einem Kaiserschnitt kommen. 

 

Diese Erklärung ist für mich sehr einleuchtend. 

Yoga

Nun nachdem die Schwangerschaft immer weiter fort schritt, hatte ich mich nach langem hin und her, doch für den Yogakurs für Schwangere entschieden. 

 

Yoga durfte ich früher schon einmal kennen lernen, konnte mich für diese Art von Sport allerdings nicht begeistern (Bericht Schwangerschaftsyoga)

Nun gab es allerdings nicht viel Auswahl also habe ich gedacht, dass es schon nicht so schlimm werden kann.

Und was soll ich sagen, es war die beste Entscheidung.

Nicht nur dass ich andere Schwangere getroffen habe, ich fühlte mich beweglicher, habe gelernt auf meine Atmung zu achten und mich selber in eine Entspannte Verfassung zu bringen. Das Ganze war natürlich nur möglich, durch unsere tolle Yogalehrerin, die alles genau erklärt hat, welche Übung welchem Zweck dient, die immer eine Atmosphäre zum Wohlfühlen geschaffen hat und der tollen Gruppe.

Ich habe sogar, statt nur einem Kurs, gleich den Zweiten hinten dran gehangen und bin seit 2 Wochen traurig, dass nicht sogar ein dritter stattfindet (das ging natürlich wegen den Feiertagen nicht).

Auch wenn ich die letzten Wochen nur noch aussah wie ein Walross ohne Wasser hat es einfach Spaß gemacht mich noch zu bewegen.

Geburtsvorbereitungskurs

Klar ein Geburtsvorbereitungskurs (GVK) gehört einfach dazu.

Ob er wirklich zwingend nötig gewesen wäre, ist eine andere Frage, allerdings war es für mich schön, andere Schwangere aus der Umgebung kennen zu lernen. Da ich ja die ganze Schwangerschaft über ein Beschäftigungsverbot hatte, war es auch eine willkommene Abwechslung.

Jeder GVK ist natürlich anders doch meiner war perfekt für meine Bedürfnisse. Ich hatte natürlich auch etwas schiss vor diesem typischen Hechelkurs, doch das war ganz schnell vom Tisch.

Jede Woche ging es um ein anderes Thema. Z.B Die Geburt, Das Neugeborene, Stillen bzw. Ernährung, Das Wochenbett, die PDA usw…

Wir besuchten auch den Kreißsaal im örtlichen Krankenhaus, ließen uns auf Traumreisen ein oder tauschten uns einfach aus.

Dabei durfte ich ganz viele tolle Mamis kennen lernen und freue mich schon sie bald wieder zu treffen.

Fazit: Ich würde ihn in dieser Form immer wieder machen!

Akupunktur

Ja das war für mich eigentlich nie Thema. Ich fange schon an zu weinen, wenn ich das Wort spritze nur höre … Ok so schlimm ist es nun auch nicht, aber ich habe schon mega Angst vor allem was mich piekst. Dazu gehören natürlich auch Nadeln bei der Akupunktur. Doch seit einigen Wochen fängt mein Körper an zu spinnen und meint er wäre ein großer Schwamm. Die Folge à Wasser in den Beinen, in den Armen, im Gesicht einfach überall. Zuerst dachte ich, ich halte es aus, doch nach kurzer Zeit schrieb ich meiner Hebamme, dass sie vielleicht doch mal die Nadeln, nur vorsichtshalber und nur für den Notfall, mitbringen sollte.

Als es dann am 23.November 2016 (SSW 36+0) an unserer Tür klingelte war ich nur noch froh, meine Hebamme zu sehen.

Ich war einfach für alles offen, denn seit 2 Nächten hatte ich so stark Wasser in den Armen, dass es einfach nur noch weh tat und ich meine Hände auch hätte verschenken können, denn gebrauchen konnte ich sie nicht mehr.

Ich entschied mich allerdings auch direkt für die geburtsvorbereitende Akupunktur und das war für mich genau die richtige Entscheidung. Vier Mal kam meine Hebamme nun und „nadelte“ mich. Es wurde echt von Mal zu Mal besser.

Gut ich hatte seit 2 Wochen einen tauben linken Ringfinger, aber das machte nichts Hauptsache die Schmerzen in den Armen waren weg.

Das Problem war dann aber, dass mein Körper eigentlich recht gut auf die Akupunktur reagiert hatte, es nach dem letzten Nadeln jedoch keine Verbesserung mehr gab. Meine Hebamme hätte natürlich noch andere Wasserpunkte nadeln können, die auch mit Sicherheit was gebracht hätten, aber dafür war ich zu ängstlich. Schließlich waren es nur noch +/- 16 Tage, die halte ich wohl aus.

Fazit: Ich würde immer wieder die Akupunktur gegen Ödeme machen, ob die geburtsvorbereitenden Punkte etwas gebracht haben, kann ich natürlich erst nachher sagen, doch sie haben mir ordentliche Senkwehen beschert, weshalb ich schon dazu tendieren würde, es wieder zu machen.

 

PS: +/- 8 Tage vor der Geburt sind nun schon 6 Finger taub, aber das scheint ja normal zu sein laut Frauenärztin, kochen ist nun leider etwas beschwerlich mit den Fingern, aber hey ich kann in Teewasser fassen, ohne mich zu verbrennen. 

Weitere Dinge, die ich seit der 37 Schwangerschaftswoche tue:

  • Himbeerblättertee
  • Heublumendampfbad
  • Spazieren, Bewegung
  • Ingwertee (nur kurz habe mich davon übergeben)
  • Warten, warten, warten,…

So wie habt ihr euch denn auf die Geburt vorbereitet? Ich hoffe wir müssen nun nicht mehr allzu lange warten.

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