Besuch im Krankenhaus Ja oder Nein?

Blogbeitrag vom 17. November 2016

Nach unzähligen Stunden haltet ihr euer Baby im Arm, ihr seid die glücklichsten Eltern der Welt, die Zeit steht still, schnell schickt ihr noch den frischgebackenen Omas und Opas, sowie ein paar guten Freunden und Bekannten, ein Foto vom Nachwuchs.

 

Plötzlich klopft es ...

 

Großcousine Lisa hat von Oma über Whatsapp die Neuigkeiten erfahren und war eh gerade in der Nähe. Sie hat auch Tante Mia informiert, die sich auch gleich auf den Weg macht. 

Natürlich stehen 1 Stunde später auch noch die frischgebackenen Großeltern vor der Zimmertür und kommen herein. 

 

Ach ja, Jan und Patrick und sind auch gerade im Krankenhaus angekommen, sie warten aber noch auf Judith und Anna, deine besten Freundinnen, denen du vor 1 Stunde geschrieben hattest. Dir geht es noch nicht so gut, du bist Müde, schließlich bist du seit gestern morgen 9 Uhr wach, hattest die ganze Nacht wehen. 

 

Dein Baby weint, hat Hunger, will gestillt werden. Deine Bettnachbarin ist zum Glück gerade im Stillzimmer, heimlich wünschst du dir auch die Ruhe mit deinem Kind und deinem Mann. 

Inzwischen herrscht Platzmangel im Zimmer, klar bei 10 Besuchern.

Doch du willst nicht unhöflich sein, und hältst tapfer durch. 

 

Endlich 20 Uhr die Besucherzeit ist vorbei. Wieviele heute da waren, weißt du nicht mehr. Plötzlich musst du weinen und du bist einfach dankbar für die Ruhe. Auch deine Bettnachbarin ist froh, wieder Platz im Zimmer zu haben. 

....

 

Du denkst ich übertriebe? Ok vielleicht ein bisschen. Es ist ja nicht immer so, aber aus Erzählungen von vielen Müttern, haben es schon viele Mütter und Väter genau so erlebt.

Und  genau da möchte ich ansetzen!

 

Mein Mann und ich waren uns von Anfang an einig:

IM KRANKENHAUS GIBT ES KEINEN BESUCH! 

Es hört sich krass an, aber für uns steht diese Entscheidung fest. 

Wir möchten zuerst als Familie zusammen wachsen, weshalb wir auch ein Familienzimmer nehmen werden, bevor wir von Menschen besucht werden, die wir vielleicht auch schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen haben. 

 

Wir werden nach der Entbindung zwei Stunden Zeit im Kreißsaal haben. In einer ruhigen Atmosphäre können wir unseren kleinen Schatz kennen lernen und mit ihr kuscheln.

Anschließend werden wir in unserem Familienzimmer Zeit haben, uns aneinander zu gewöhnen. Ich werde in Ruhe stillen können, ohne die Ablenkung durch den ständigen Besuch.

Während mein Mann sich um die Kleine kümmert, kann ich in Ruhe duschen, schlafen, kraft tanken, bis es wieder Zeit ist zum Stillen. 

Wir werden die ersten zwei Tage für uns haben, uns aneinander gewöhnen und die Ruhe genießen. (Mein Ziel ist es nur einen, höchstens zwei Tage, im Krankenhaus zu verbringen. Ausgenommen bei einem Kaiserschnitt. Natürlich steht dabei das Wohl/ die Gesundheit des Kindes und meine Gesundheit im Vordergrund.)

Nachdem wir aus dem Krankenhaus entlassen werden,werden wir dann entscheiden wie es uns geht und kurzfristig Bescheid geben, wann wir besucht werden möchten. Zuerst werden das die engsten Familienmitglieder sein. Wir möchten unserer Tochter weiterhin eine ruhige Atmosphäre bieten und werden nach ihren und unseren Bedürfnissen gehen,  Schließlich ist das Wochenbett kein Zuckerschlecken. 

 

Familie, Freunde & Bekannte wissen bescheid und akzeptieren unsere Entscheidung. 

 

Darin bestärkt haben uns nicht nur die Erzählungen Erfahrungen von Bekannten und Freunden, sondern auch ein Arzt aus dem Krankenhaus, meine Hebamme und die Hebamme aus dem Geburtsvorbereitungskurs. 

 

Ja so sieht der Plan aus. 😜 Nach der Entbinden werde ich euch natürlich von unseren Erfahrungen berichten. 

Jetzt interessiert mich jedoch brennend, wie ihr es handhaben möchtet, was für Erfahrungen ihr gemacht habt. 

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Kommentare: 6
  • #1

    Pustebluemcheen (Mittwoch, 23 November 2016 13:53)

    Ganz toller Beitrag und genau meinen Gedanken entsprechend. Ich möchte nicht das Zimmer voll haben sondern erstmal mit dem kleinen Wunder ankommen. Am ersten Tag würde ich nur gern meinen Freund und meinen "großen" Sohn bei mir haben, um ein ganz entspanntes kennen lernen zu gewährleisten.
    Besuch kann ich immer noch haben wenn wir zuhause & fit und gesund sind. Vorher möchte ich gern Ruhe mit unserem Schatz. Bei meinem großen Sohn hatte ich massig Besuch...alle schauten beim stillen zu, alle wollten viele Details und Dinge wissen. Es war mir viel zu viel.

  • #2

    Vivjen (LovemyLive) (Donnerstag, 24 November 2016 13:00)

    Liebe Pustebluemcheen
    Klar gibt es verschiedene Meinungen, doch es freut mich, dass du bewusst, nach den Erfahrungen der ersten Geburt, eine andere Entscheidung getroffen hast. Ich möchte auch einfach in Ruhe als Familie zusammen wachsen.
    Liebe Grüße Vivjen

  • #3

    Entsetzte (Montag, 26 Dezember 2016 11:37)

    Meinem Erachten nach wird heute so viel Tamtam um die Schwangerschaft und Geburt gemacht, dass mir fast schwindelig wird. Wenn ich dann lese, dass die jungen Eltern im Geld schwimmen um ein Familienzimmer zu buchen, bleibt mir fast die Luft weg.
    Wie viele Mütter und Babys haben den Besuch im Krankenhaus der Verwandtschaft überlebt? Vor allem den Großeltern den Besuch zu verwehren halte ich für extrem unverschämt! Gerade die Großeltern haben auch in der Schwangerschaft mitgefiebert und ihr nehmt ihnen das Recht das Enkelkind zu sehen?
    Ihr entscheidet dann Zuhause wer wann das Baby sehen kann? Sicherlich entscheidet ihr auch wer was dem Baby zu schenken hat.
    Echt lächerlich diese Nummer!
    Ach so; was mich noch interessiert: Wann kommt Marie denn in die KITA?
    Eigentlich kann ich mir die Antwort selber geben: Das entscheidet auch das Kind...................

  • #4

    Vivjen (LovemyLive) (Montag, 26 Dezember 2016 12:32)

    Liebe Entsetzte
    Schon traurig wenn man so eine festgefahren Meinung hat und sich dann nicht einmal traut seinen Namen dazu zu schreiben.
    Aber das ist die Anonymität des Internets.
    Schade!
    Gerne hätte ich mich mit dir darüber geschrieben.

    Liebe Grüße Vivjen

  • #5

    Entsetzte (Montag, 26 Dezember 2016 13:01)

    Komisch - bei negativer Kritik wird die Anonymität angekreidet. Bei positiven Berichten wie von Pusteblume üben Sie keine Kritik am Nickname.
    Was mich nur wundert: Sie möchten als Familie zusammenwachsen. Wie verträgt sich die neue Situation mit dem Surfen im Internet? Ist das tatsächlich so wichtig? Ich bin mal gespannt, wann die ersten Fotos Ihres Kindes im Netz stehen. Denn nicht zu vergessen ist: Kinder haben auch Persönlichkeitsrechte.
    Obwohl es eigentlich dafür schon zu spät ist. Die ganze Welt kann ja die Ultraschallbilder bewundern.
    Somit bleibt es nicht bei der Intimität für die betreffende Familie.
    Das finde ich besonders schade.
    Trotzdem Sie augenscheinlich nicht kritikfähig sind und ich gleich wieder einen auf den Deckel bekomme wünsche ich Ihnen alles Gute. Die HP werde ich im Auge behalten.

  • #6

    Vivjen (Montag, 26 Dezember 2016 15:43)

    Schön, dass du meinen Blog weiter verfolgst, mit den Fotos muss ich dich aber leider enttäuschen.

    Liebe Grüße